Hofmannsthal: Der Tor und der Tod

Der Tor und der Tod - Das Drama

Erläuterung von Der Tor und der Tod

Hofmannsthal ist ein komplexerer Autor als Schnitzler. Er ging von innen nach außen, Schnitzler aber von außen nach innen. Beide beschäftigten sich mit den sozialen Kommentaren. Hofmannsthal wurde von offiziellen Stellen viel mehr akzeptiert, Schnitzler wurde aber oft angegriffen. Während Schnitzler durch negative Beispiele seine eigenen Wertvorstellungen darstellte, stellte Hofmannsthal in seinen Werken die gesamtösterreichische Mentalität dar. Oft verglich er das Leben mit dem Marionettentheater. Der Mensch ist ausgeliefert wie Marionetten, manipuliert vom Regisseur.

Hofmannsthals Der Tor und der Tod zeigt, wie fern der Mensch davon ist, sein Leben nach eigenem Willen zu führen und seine wirkliche Liebe zu zeigen. Hofmannsthal zeigt, daß die Existenz des Tors nicht berechtigt ist, weil ihm der Zweck des Menschen, auf dieser Welt zu bleiben, nie klar ist. Der Tod ist im Prinzip ein Abstraktum.

Hofmannsthal setzt sich in seinem Der Tor und der Tod mit dem Greichenland aus. Er benutzt den Begriff Dionysisches, um den eigenen Willen des Menschen zu symbolisieren. Der Tor fragt schließlich: "Wie meistere ich das Leben?" Er fragt sich, wie man den Weg ins Leben findet, wie man aus dem Elfenbein herauskommt. Die Antwort hier ist der "Tod". Er wollte die Straße und betrachtete die Kunst als Religion. Hofmannsthal wollte seine Herkunft überwinden. Er wollte eine Verbindung mit dem Leben herstellen. Ein intellektureller Putzelbaum. In diesem Sinne ist Der Tor und der Tod ein "Seelen"schauspiel. Claudio ist wie Goethes Faust. Er ist entfernt vom wirklichen Leben. Er befindet sich in einem Intellektualisierungsprozeß, der weder viel Leid noch viel Lust bietet und nicht ein Teil des wirklichen Lebens ist. Es fehlt ihm das Sein, bleibt ihm nur Schein. Er hat Kontakt mit dem Leben verloren. Das extentielle Leben ist sinnlos und has nichts Dionysisches, keine Wärme und lustige Musik, sondern nur Apollinisches an sich. Der Zusammenbruch der Habsburger Monarchie war für Hofmannsthal eine Tragödie; er befürwortete den Krieg. Der Tod ist für ihn kein christlicher Tod, kein Weg ins ewiges Leben, sondern Lebensrausch, Gipfel des Lebensgefühls. Nach ihm soll Dichter Ordnung schaffen, indem er sich mit dem Leben auseinandersetzt. Treue, Opfer, Halt im Leben, Gut und Böse, und gebunden werden sind Apollinisches, Lebenstraum. Hofmannsthal hat immer Distanz zu Menschen und Dingen. Der Tod ist für ihn positiv und Mephesto ist negativ. Das tragische Schicksal ist besser als neutrales Leerlauf der Existenz. Das Leben ist für ihn ein Traum. Der Tod ist für ihn das Erwachen und die Rückkehr zu seiner Jugend. Deshalb ist dieses Werk unnaturalistisch und unrealistisch. Der Name "Claudio" stammt vom lateinischen Verb "claudere", das "abschließen" oder "Bilanz ziehen" bedeutet. Er sehnt sich nach dem Leben, der Kindheit. Er hat Angst davor, als ein Künstler das Leben versäumt zu haben. Die einfachen Menschen scheinen das Leben besser zu verstehen. Dieses Werk zeigt auch Hofmannsthals Desillusionierung der Religion. Er meint, daß die falsche einem keinen inneren Halt gibt. Es ist unnaturalistisch. Für den Naturalismus ist die Wirklichkeit da, gegeben. Für den Symbolismus wie bei George ist Kunst für Kunst. Für den Impressionismus wird die Wirklichkeit durch Kunst, Ästhetisierung im Inneren gesucht.


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